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32 Tipps zum Thema Einbruchsschutz & Haussicherheit

In Krisenzeiten wollen wir für uns und unsere Familien unbedingt die Sicherheit erhalten. Unabhängig von den Ursachen einer Krise ist es ein Grundbedürfnis aller Menschen, die Angehörigen und das Heim um jeden Preis zu schützen. Dieses Grundbedürfnis nach Sicherheit und Verteidigungsmöglichkeiten betrifft nicht nur Menschen, sondern auch Tiere. Diese sorgen ebenfalls vor und schaffen sich einen sicheren Unterschlupf.

Nun ist es so, dass schon in normalen, von keiner existenziellen Krise betroffenen Gesellschaften die Menschen ein Problem mit zunehmender Kriminalität haben. Hauseinbrüche nehmen zu, was angesichts schwieriger und unsicherer wirtschaftlicher Zeiten kein Wunder ist. Umso mehr sollten Prepper daran denken, wie sie sich im Falle einer echten Katastrophe schützen, wenn wahrscheinlich marodierende Banden durchs Land ziehen und den Bewohnern das Letzte nehmen möchten, was diese noch besitzen.


Es ist daher mehr als vernünftig, alle Sicherheitsmaßnahmen zu überdenken, mit denen wir uns im Notfall schützen könnten. Doch lassen Sie uns gar nicht so weit – an eine möglicherweise kommende Katastrophe – denken. Überlegen wir doch einfach mal, wie wir schon in unserem gegenwärtigen, ganz “normalen” Alltag die üblichen Vorkehrungen etwas verbessern können. Der Gedanke, der dahinter steht, lautet: Was bedeutet Sicherheit eigentlich? Worauf müssen wir uns einstellen, wenn wir die Intentionen von Kriminellen bedenken? Sollten wir wirklich so blauäugig sein, unsere Türen gar nicht zu verschließen? Es gibt tatsächlich auch in westlichen, entwickelten Ländern immer noch Gemeinden, in denen so ein Verhalten üblich ist. Das erscheint aber naiv. Im Gegenteil sollten wir ein wenig mehr auf Sicherheit achten und jederzeit geeignete Maßnahmen durchführen, um uns, unsere Familien und unser Eigentum vor Angriffen, Raub und Diebstahl zu schützen. Dabei können wir sehr viel tun, um die Sicherheit unserer Häuser zu erhöhen. Je schwerer es einem potenziellen Einbrecher fällt, bei uns einzudringen, desto eher sucht er sich wahrscheinlich ein leichteres Ziel.


Die folgenden Tipps greifen diese Problematik auf.


#1: Einbruchssichere (Keller)-Fenster & Sicherung der Wohnungstüre

Sichern Sie alle Türen Ihres Hauses mit mehreren Verriegelungsmechanismen. Schützen Sie auch die Fenster. Es gibt einbruchsichere Varianten. Natürlich ist das etwas teurer und – im Falle der Türen – auch unbequem, denn Sie müssen immer mehrere Schlüssel benutzen. Doch warum sollten Sie es einem Einbrecher vorsätzlich leicht machen? Dieser sucht sich ein Ziel, in das er in wenigen Sekunden eindringen kann. Zwei Schlösser und erst recht handfeste Riegel sind viel schwerer zu überwinden, er lässt von seinem Vorhaben ab. Wählen Sie keine Standardschlösser, sondern wirklich sichere, geprüfte und durchaus auch exotische Varianten, auf die sich ein Dieb schlecht vorbereiten kann. 


#2: Türrahmen verstärken

Schlösser sind gut, doch sie richten bei schwachen Türrahmen nicht viel aus: Die Einbrecher hebeln dann die komplette Tür aus dem Rahmen aus, der dabei teilweise zerstört wird. Sie benötigen daher wirklich starke Innen- und Außenrahmen für Ihre Türen. Schwache Rahmen lassen sich sogar mit einem Tritt zerstören. So brachial gehen die meisten Einbrecher nicht vor, weil sie nur wenige Geräusche verursachen möchten, doch diese Möglichkeit belegt, dass normale Standard-Türrahmen viel fester aussehen, als sie es in Wahrheit sind. Investieren Sie daher in stabile Stahlrahmen, die mit normalen Werkzeugen und körperlicher Kraft praktisch nicht zu durchbrechen sind. 


#3. Schlüssel bei sich tragen

Es gibt immer noch die Methode vieler Menschen, ihren Haustürschlüssel im Eingangsbereich unter einem Blumentopf oder dem Fußabtreter, manchmal auch unter Gegenständen auf dem Fensterbrett zu “verstecken”. Die eigenen Kinder, die Oma oder Freunde sollen damit leichter ins Haus gelangen, wenn man sich ungenügend abgesprochen hat. Einige Menschen verstauen den Schlüssel auch in einem kleinen Magnetbehälter, der unten an den Autorahmen gehoften wird. Diebe kennen diese Orte natürlich, sie durchsuchen die betreffenden Stellen in wenigen Sekunden. Tragen Sie Ihre Schlüssel also bei sich und bringen Sie auch Ihren Kindern bei, wie sie den oder die Haustürschlüssel sicher verwahren. Schlüssel im Blumentopf oder unter der Fußmatte vor dem Haus sind wirklich grober Unfug. Doch dieses Verhalten hält sich erstaunlicherweise hartnäckig. 


#4: Schlüsselbund ohne Namen und Adresse

Es gibt Menschen, die haben an ihrem Schlüsselbund ein Etikett mit Namen und Adresse. Das ist gefährlich: Wenn Sie den Schlüssel verlieren, weiß der Einbrecher, der ihn findet, in welches Haus er damit hineinkommt. Einen einfacheren Zugang kann es für ihn nicht geben. Wenn Sie das tun, können Sie auch gleich Ihre Türen weit offenstehen lassen. 


#5: Außenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern

Beleuchten Sie den Bereich um Ihr Haus stets ausreichend. Hierfür gibt es heute schon sehr kostengünstige Lösungen mit Bewegungsmeldern. Selbst am Tag profitieren Bereiche im Schatten von einer guten Solarbeleuchtung. Sie können die Lichter auf Ihrer Veranda mit einem Dämmerungsschalter für das Morgenlicht ausstatten, damit schaltet sich die tagsüber nicht benötigte Beleuchtung ab. Achten Sie auch darauf, dass der Zufahrtsbereich Ihrer Garage beleuchtet wird. Durch Bewegungsmelder gesteuerte Lampen an den Türen erzeugen für Einbrecher einen Überraschungseffekt und schrecken sie ab. Außerdem erhöhen sie für Sie, Ihre Familie und Ihre Besucher den Komfort. 


#6: Überwachungstechnik: Alarmanlage für Ihr Haus / Wohnung

Es gibt alle erdenklichen Varianten von Alarmsystemen. Auch diese müssen nicht teuer sein. Über solche Systeme müssen Sie sich umfassend informieren. Sie benötigen eine Lösung, die zu Ihrem Haus passt. Es gibt Kameraüberwachungen, die Ihnen einen Stream aufs Smartphone schicken, Sirenen, die über einen Bewegungsmelder ausgelöst werden, Lichtschranken und noch viele weitere Lösungen. Sollten Sie ein Kamerasystem installieren, weisen Sie – den gesetzlichen Vorschriften entsprechend – mit einer Beschilderung darauf hin. Allein diese schreckt potenzielle Einbrecher ab. Es gibt auch Kamera-Attrappen und dazu Warnschilder (die ein Fake sind), doch das bringt im Ernstfall nicht viel. Investieren Sie besser in ein wirksames Alarmsystem mit Kamera und Sirene, die auch Ihre Nachbarn auf einen Einbruch aufmerksam macht. Wählen Sie eine Lösung, die mit Akkus und dadurch auch bei einem Stromausfall funktioniert. 


#7: Speicher mit internen Sperren versehen

Kritische Speicherbereiche in Ihrem Haus – das Notfall-Lebensmittellager, die Gefriertruhe im Keller etc. – sollten Sie mit zusätzlichen internen Sperren ausstatten. Es sind im Gefahrenfall Bereiche, die Diebe, Einbrecher und Räuber bevorzugt plündern, weil hier meistens wirklich etwas zu holen ist. Falls Sie Ihre Garage als Lagerraum nutzen, schützen Sie diese ganz besonders gut. Sie liegt abgelegen vom Haus und ist schwerer zu überwachen. 


#8: Briefkasten unauffällig halten

Diebe informieren sich über Bewohner, die wahrscheinlich länger verreist sind. Unter anderem ist das an einem überquellenden Briefkasten zu erkennen. Sorgen Sie also dafür, dass jemand in Ihrer Abwesenheit den Briefkasten leert. Sie können sich auch die Post in ein Postfach schicken lassen. 


#9: Ordnung im Außenbereich

Häuser mit Garten leiden ohne regelmäßige gärtnerische Pflege unter Wildwuchs von Sträuchern, der die Sicht beeinträchtigt und Dieben einen erstklassigen Sichtschutz bietet. Außerdem verleitet viel Platz um das Haus zum Lagern von Sperrgut. Diese unaufgeräumten Bereiche ziehen Diebe magisch an. Dahinter steckt auch Psychologie: Wer so wenig Ordnung hält, ist wahrscheinlich ein chaotischer Mensch und damit ein leichtes Opfer. 


#10: Kontakt zur Polizei

Vernünftige Menschen halten einen guten Draht zu ihrer Polizei. Vor allem in ländlichen Gemeinden sollten Sie den Dorfsheriff gut kennen. Geben Sie ihm Bescheid, wenn Sie verreisen oder wenn Sie auffällige Dinge in Ihrem Umfeld bemerken. 


#11: Vorsicht bei Fremden an der Tür

Wenn jemand bei Ihnen klingelt, den Sie nicht kennen, seien Sie immer vorsichtig – egal, ob er sich als Polizist, Monteur oder amtlicher Zusteller ausgibt. Lassen Sie sich Ausweise zeigen und lassen Sie niemanden ohne Not in Ihre Wohnung. Wenn das aber tatsächlich unabdingbar erscheint, dann behalten Sie diese Person im Auge und rufen Sie in ihrem Beisein deren vorgesetzte Dienststelle an. Sie haben dabei nichts zu befürchten: Ein vernünftiger Beamter findet Ihre Vorsicht gut und richtig, ein Trickbetrüger sucht bei so viel Umsicht wahrscheinlich das Weite. Monteure kündigen sich üblicherweise an. Wenn Sie ernsthafte Zweifel haben, lassen Sie sich den Ausweis durch den Türspion zeigen. 


#12: Sicherung der Garage

Stabile, einbruchsichere Türen und Fenster sind gut, feste Tore ergänzen diesen Schutz. Natürlich sind sie nicht unüberwindbar, doch sie schrecken ab. Viele Menschen haben gar keinen Zaun um ihr Haus oder lassen das Tor offen – es genügt die Bedienung der Klinke. Daher kann sich ein Dieb, Einbrecher oder Betrüger unbemerkt direkt bis an ihr Haus begeben. Das müssen Sie nicht zulassen. 


#13. Kontakt zu den Nachbarn

Kennen Sie Ihre Nachbarn, halten Sie zu Ihnen einen guten Kontakt und erweisen Sie sich selbst als ein guter, freundlicher und zuverlässiger Nachbar. Das erhöht Ihre gemeinsame Sicherheit. Nachbarschaftsfeste und -hilfen haben unter anderem die Funktion, den Kitt in der Nachbarschaft zu festigen, damit Sie sich im Ernstfall aufeinander verlassen können. So wird ein Nachbar, der Sie gut kennt, aufmerksam, wenn eine fremde Person um Ihr Grundstück schleicht. Ein Nachbar, der Sie nicht kennt, weiß nicht, ob diese Person für Sie fremd ist. Ein Nachbar, mit dem Sie befreundet sind, möchte auch Ihr Haus nötigenfalls schützen. Sie würden dasselbe für ihn tun. 


#14: Wachhund

Wenn Sie nicht vollkommen gegen Hunde eingestellt sind, dann schaffen Sie sich einen Wachhund an. Einbrecher mögen dieses lebende Frühwarnsystem gar nicht. Gute Wachhundrassen sind: 

  • Schäferhund
  • Dobermann
  • Rottweiler
  • Schnauzer
  • Boxer
  • Berner Sennenhund
  • Deutsche Pinscher
  • Moskauer Wachhund
  • Mudi
  • Spitz
  • Hovawart

#15: Pflanzen als Schutz

Sie können wie weiland Dornröschen Ihr Haus mit einer Rosenhecke oder Rosensträuchern umgeben, die wunderschön aussehen und dabei so stachelig sind, dass sich kein Dieb ohne Not hindurchschlägt. Auch Bougainvillea und Brombeer-Reben erfüllen diese Funktion. Es gibt noch viel mehr solcher Pflanzen. Recherchieren Sie ein wenig, welche davon Ihnen am besten gefallen würden. 


#16: Betreuung Ihrer Immobilie

Treffen Sie Vorkehrungen für die Betreuung Ihrer Immobilie in Ihrer Abwesenheit. Das gelingt Ihnen beispielsweise dadurch, dass Sie einen Schüler oder Senioren gelegentlich Ihren Rasen mähen lassen. Bei längerer Abwesenheit übernimmt diese Person, die Sie inzwischen gut kennen, diese Aufgabe regelmäßig und hat dabei ein Auge auf Ihr Haus. Je nach Zuverlässigkeit dieses Menschen können Sie ihn auch während Ihrer Abwesenheit ins Haus lassen, ihn die Blumen gießen und die Post herausnehmen lassen. Das soll er zu unterschiedlichen Tageszeiten – auch und gerade abends – erledigen. Natürlich können Sie auch einen Timer anschaffen, der Ihr Licht und den Fernseher zu unregelmäßigen Zeiten einschaltet, wenn Sie nicht sowieso ein Smart Home haben, dass Sie online aus der Ferne steuern und überwachen können. Doch ein Mensch ist immer noch der beste Schutz. Diebe und Einbrecher kennen die Tricks mit dem Timer und den Kameras im Smart Home. Wenn Sie so eine Person noch nicht gefunden haben und es auch im Verwandten-, Bekannten- oder Nachbarschaftskreis niemanden für diese Aufgabe gibt, können Sie sich an eine Hausverwaltung wenden. Diese schickt Ihnen auf Honorarbasis einen zuverlässigen Mitarbeiter. 


#17: Glasschiebetüren sichern

Blockieren Sie Ihre Glasschiebetüren jede Nacht mit einer Metallstange. Sie lassen sich sonst sehr leicht aushebeln. 


#18: Metallgitter vor Seitenfenstern

Kleine Seitenfenster werden schnell ausgebrochen. Sie können aber dekorative Metallgitter davorsetzen, die das erschweren. 


#19: Notschutzraum

Richten Sie einen Raum – vielleicht im Keller – als Notschutzraum mit einer extra starken Tür her. In diesen ziehen Sie sich zurück, wenn Sie überfallen werden, bis Hilfe eintrifft. In Gebieten mit starken Stürmen liegt dieser Raum immer im Keller und ist so angelegt, dass Sie dort einen Sturm überleben, selbst wenn Ihr Haus vollkommen zerstört wird. Sie benötigen daher in diesem Raum auch Wasser, Nahrung und vielleicht eine Chemietoilette für zwei bis drei Tage. Gegen Einbrecher benötigen Sie in diesem Raum Waffen für die Selbstverteidigung, außerdem müssen Sie aus diesem Raum heraus nach außen kommunizieren können. 


#20: Verschwiegenheit

Bei allem guten Kontakt zu Ihren Nachbarn: Erzählen Sie nicht Gott und der Welt, was Sie alles in Ihrem Haus haben, wie Ihr Alarm beschaffen ist und wie Sie sich konkret auf alle Eventualitäten vorbereiten. Man spricht zwar über so etwas, das ist vollkommen normal. Doch es gibt Menschen in Ihrer Umgebung – Nachbarn können dazugehören –, die im Katastrophenfall zu Ihren Feinden werden können. 


#21: Einschätzung der Situation

Sie sollten Ihre Nachbarn und die Gesamtlage nüchtern und exakt beurteilen können. Ob ein Nachbar im Notfall zum Freund oder zum Feind wird, zeigt sich auch an seinem Verhalten im normalen, ungefährlichen Alltag. Ebenso ist es immer gut, die politische und ökonomische Situation, aber auch den Klimawandel und derartige Ereignisse zu beobachten. Im Ernstfall ergeben sich katastrophale Entwicklungen sehr schnell. Kriege beispielsweise brechen manchmal von einer Stunde auf die nächste aus. Gut informierte BürgerInnen haben aber die Katastrophe geahnt und sich dementsprechend vorbereitet. 


#22: Feindseligkeit nicht offen zeigen

Zeigen Sie auch Nachbarn gegenüber, die Sie gar nicht mögen und denen Sie zutiefst misstrauen, keine offene Feindseligkeit. Seien Sie auf der Hut, doch äußern Sie Ihre Abscheu nicht, sondern bleiben Sie stets freundlich und nötigenfalls distanziert. Es gibt Momente, in denen das nicht leicht ist. Doch zwingen Sie sich zu dieser neutralen Haltung, die in einer Stresssituation den schnellen Ausbruch der Feindseligkeiten vermeidet. 


#23: Ein- und Auffahrten mit Alarmanlagen sichern

Je nach Lage Ihres Hofes kann es sinnvoll sein, auch den letzten Weg bzw. die Auffahrt zu Ihrem Grundstück mit einer Alarmanlage und/oder einer Kameraüberwachung zu sichern. Sie gewinnen damit im Ernstfall wichtige Sekunden und Minuten, bevor in wütender, räuberischer Mob Ihr Anwesen erreicht. 


#24: Tresor im Versteck

Tresore haben viele Menschen, doch Sie müssen ihn wirklich gut verstecken und dürfen niemandem gegenüber erwähnen, dass Sie überhaupt darüber verfügen – am besten nicht einmal ihren Familienmitgliedern gegenüber. Hinterlegen Sie an einem anderen Ort für jemanden aus Ihrer Familie eine Nachricht, wo sich der Tresor befindet und wie er zu öffnen ist. Einbrecher reißen Tresore aus der Wand und knacken sie dann an anderer Stelle in aller Ruhe. Der Tresor hinter einem Bild ist übrigens eine antiquierte Idee: Dort sucht man zuerst nach ihm. Lassen Sie sich etwas Originelleres einfallen. 


#25: Zäune und Hecken

Es gibt viele Arten von Zäunen zu unterschiedlichsten Kosten. Hierüber müssen Sie sich ernsthaft informieren. Zäune sind mehr oder weniger stark und bieten dementsprechend einen mehr oder minder hohen Schutz. Sie können bei einem sehr großen Areal, dass Sie umzäunen möchten, den Zaun durch Hecken ergänzen. Diese wachsen im Laufe der Zeit zu einem starken Schutzwall heran. Wählen Sie eine Dornenhecke, die ein undurchdringbares, dichtes Geflecht aus mit Dornen besetzten Zweigen und Ästen bildet. Dafür eignen sich unter anderem: 


  • Gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris), aber auch Frikarts Berberitze, Julianes Berberitze und Rote Hecken-Berberitze
  • Himbeere (Rubus idaeus)
  • Feuerdorn-Arten (Pyracantha)
  • Mahonien-Arten (Mahonia aquifolium und Mahonia bealei)
  • Sanddorn (Hippophae rhamnoides)
  • Mäusedorn (Ruscus aculeatus)
  • Schlehdorn (Prunus spinosa)
  • Weißdorn (Crataegus monogyna)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)


#26: Vorsicht vor stark beworbenen Sicherheitstools

Damit sind diejenigen Sicherheitstools gemeint, die aktuelle Verkaufsrenner sind und über die an allen Stellen und Orten berichtet wird. Über diese informieren sich auch die Diebe. Es existieren umfangreiche Beschreibungen zur Funktionsweise und Installation, irgendwo – vielleicht im Dark Net – existieren wahrscheinlich auch Beschreibungen dazu, wie diese Tools zu knacken sind. Wählen Sie für Ihre Sicherheit immer etwas exotischere, seltene Lösungen von erstklassigen Anbietern, die es vielleicht nur in kleinen Stückzahlen gibt und für die nicht viel geworben sind. Diese sind unbekannt und technisch auf dem höchsten Stand. Das kostet freilich etwas mehr allein schon wegen der kleinen Stückzahlen von Spezialanbietern, doch diese Investition in Ihre Sicherheit wird sich im Ernstfall auszahlen. 


#27: Vorsicht mit Social-Media-Posts

Es ist eine Unsitte unserer Zeit, über alle persönlichen Aktivitäten im Social Web Posts abzusetzen. “Hey Leute”, heißt es da, “ich bin gerade auf Mallorca und genieße den Urlaub noch volle zwei Wochen lang!” Das freut den Einbrecher ungemein, denn nichts ist leichter, als Ihre Social-Media-Aktivitäten zu überwachen – viel einfacher, als Ihr Haus mühsam auszuspionieren, um festzustellen, ob Sie anwesend sind oder nicht. Warten Sie mit Ihren Beiträgen, bis Sie wieder daheim sind. Berichten Sie außerdem im Netz nichts darüber, wie oft Sie wohin und wie lange verreisen, denn das ermöglicht es potenziellen Einbrechern, von Ihnen ein Aktivitätsprofil zu erstellen. Aha, denkt sich der Einbrecher: Dieser Mensch ist Lehrer und stets im gesamten August im Urlaub. Dann warten wir doch auf den kommenden August. Dasselbe betrifft übrigens Geschäftsreisende oder Künstler, die über Ihre Touren und Tourneen Posts absetzen. Sie gefährden damit die Sicherheit ihres Heims. 


#28: Bargeld im Haus

Es ist eine wichtige Entscheidung, wie viel Bargeld wir im Haus aufbewahren. Preppers gehen davon aus, dass im Katastrophenfall die Banken nicht mehr funktionieren, was grundsätzlich richtig ist. Andererseits sehen Sie Bargeld, dass Ihnen ein Dieb aus der Wohnung stiehlt, nie wieder. Die Versicherung ersetzt im Normalfall höchstens 1.500 Euro. Was machen Sie nun mit Ihrem Geld. Vernünftig scheint es zu sein, einen Teil davon auf zwei bis drei Konten zu verteilen (darunter vielleicht ein eWallet), etwas in sehr transportable Wertsachen anzulegen (Diamanten) und natürlich auch eine gewisse Summe vorrätig zu halten, die Sie aber zusammen mit den Diamanten sehr gut verstecken. Ihr versteckter Tresor ist dafür gerade gut genug, doch vielleicht finden Sie auch noch einen anderen Platz, von dem wirklich niemand etwas weiß. Es gibt Menschen, die Bargeld im Garten vergraben. Das Problem ist wirklich heikel und wird immer gravierender, je mehr Geld Sie besitzen. Sie können (physisches) Bargeld und Edelsteine an zwei bis drei unterschiedlichen Orten aufbewahren, doch merken Sie sich diese Orte sehr gut. 


#29: Fahrzeuge verschließen

Dass ein Fahrzeug stets verschlossen und gesichert werden muss, erscheint eigentlich selbstverständlich, doch es gibt Menschen, die sich nicht daran halten. Diese Vorsichtsmaßnahme betrifft ausdrücklich auch das Fahrzeug auf Ihrem Grundstück und in Ihrer (verschlossenen) Garage. Zusätzlich sollten Sie weder Papiere noch Geld oder Wertsachen im Auto aufbewahren, selbst dann nicht, wenn es Ihnen als sehr gesichert erscheint. Auch Taschen, die nur den Verdacht erwecken, dass sie etwas Wertvolles enthalten könnten, sollten Sie nicht sichtbar im Auto herumliegen lassen. Diebe werden dadurch angelockt. Autos sind keinesfalls absolut sicher. Es ist ein verbreiteter Irrglaube, dass man die moderne Technik nicht mehr mit herkömmlichen Mitteln knacken könne – man kann es, und zwar sehr schnell und auch geräuschlos. Es ist für Diebe ein Sport, in wenigen Sekunden in einen Wagen einzubrechen. 


#30: Kriminelle in der Nachbarschaft kennen

Informieren Sie sich über besonders üble Elemente in Ihrer Nachbarschaft. Das können Minderjährige sein. Wenn Ihnen in Ihrem unmittelbaren Umfeld kriminelle Aktivitäten auffallen, seien Sie besonders vorsichtig. 


#31: Unauffälligkeit

Bleiben Sie unauffällig. Eitelkeit ist die größte Gefahr, um ein Opfer von Einbrüchen, Diebstahl und Raub zu werden. Eitle, protzige Menschen machen sich selbst zur Zielscheibe für Kriminelle. 


#32: Sichtweise des Einbrechers

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie ein Einbrecher denkt? Nein? Dann tun Sie es jetzt! Sie werden dabei sehr schnell Schwachstellen in Ihren Sicherheitsmaßnahmen entdecken!



TIPP: Packen sie mehrere faltbare Plastikflaschen in ihren Rucksack. Auf der Flucht können sie diese mit schmutzigem Wasser befüllen, welches sie später filtern können.

So packen Sie den Fluchtrucksack richtig

Die nicht überlebenswichtigen Gegenstände (1) sollten zuerst in den Rucksack eingepackt werden. Hier handelt es sich zum Beispiel um Gegenstände wie:

  • Extra-Kleidung
  • Bettsachen
  • Hygieneartikel (Desinfektionsmittel, etc.)

Die wichtigen Gegenstände (2) folgen gleich darauf und umfassen unter anderem:

  • Zelt und Lagerbedarf
  • Wasser
  • Essen/Nahrung
  • Feuer-Untensilien (Streichhölzer, etc)

Die überlebenswichtigen Gegenstände (3) sind Objekte, die man sofort griffbereit haben sollte in gefährlichen Situationen, diese umfassen:

  • Radio, Walkie-Talkie oder Trillerpfeife
  • Selbstverteidigungs-Objekte (Pistole, Messer, etc.)
  • Taschenlampe
  • Witterungsfeste Oberbekleidung (z.B. Regenponcho)