Wärmebildkamera Jagd: 5 Top Modelle

Wenn Sie einmal bei nacht jagen gehen möchten, dann kommen Sie an der Anschaffung einer guten Jagd-Wärmebildkamera wahrscheinlich nicht vorbei. Das schöne ist, dass Sie wirklich alles sehen können: wo sich das Tier aufhält, wohin es geht und so weiter. Auch beim Campen kann eine Wärmebildkamera für ruhigere Nerven sorgen – wenn etwas im Dunkeln draußen raschelt, dann müssen Sie nicht raus aus dem Zelt, sondern können die Umgebung einfach kurz mit der Cam abscannen und schauen, ob es sich um ein Tier oder vielleicht einen Angreifer handelt.

Wärmebildkamera Jagd für den kleinen Geldbeutel

FLIR ONE Wärmebildkamera

wärmebildkamera jagd flir one

Das Modell Flir One wird von den meisten Käufern höher geschätzt als zum Beispiel das Konkurrenzprodukt Seek Thermal. Im Gegensatz zu diesem handelt es sich bei diesem Wärmebild-Gadget um einen Adapter, den man auf sein iPhone oder Android-Gerät aufstecken kann – dies führt zu einem schlanken Preis um ca 280 Euro. Und für dieses Geld wird recht viel Wärmebildkamera geboten. Das Gerät liegt gut in der Hand und fühlt sich wertig an und der Akku reicht knapp 30 Minuten. Das ist nicht die Welt, kann aber durchaus ausreichen. Nachteilig wird erachtet, dass wenn man ein Foto schießt von der Wärmebildaufzeichnung, dass das Logo der Firma Flir eingefügt wird.

Für den Jagdanfänger, der sich in den Bereich vortasten möchte, kann das Gerät die richtige Wahl sein – auf längere Distanzen wird die Erkennungsleistung jedoch schon problematischer. Zur Nachsuche im kleinen Radius kann das Gerät aber gut funktionieren. Alles in allem ein passables Einsteigergerät mit dem man viel Spass haben und den Bereich der Jagd-Wärmebildkameras kennenlernen kann. Passionierte Jäger und Outdoor-Enthusiasten mit sehr hohem Qualitätsanspruch sollten möglicherweise zu einem teureren Modell greifen.

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Seek Thermal RevealXR Wärmebildkamera Jagd

wärmebildkamera jagd seek thermal

An der Seek Thermal scheiden sich die Jäger-Geister: die einen lieben sie, die anderen halten Sie für die Jagd nur bis zu einem Gewissen Level tauglich. Denn es handelt sich eben um ein handliches Kompaktgerät welches knappe 10 Stunden Einsatzdauer verspricht. Auf mehrere Hundert Meter wird man damit kein Reh im Busch erkennen, dafür gibt es auch Profigeräte, die weitaus mehr kosten als die Seek Thermal.

Für die Nachsuche ist das Gerät aber sehr gut einsetzbar und die Reichweite von knapp 60 bis 80 Metern reicht auch (offizielle Angabe des Herstellers ist bis zu 275 Meter). Zudem ist die Kamera wasserbeständig, verträgt also alles was nicht direkt im Fluss baden ist sehr gut. Zudem hat die Kamera ein starkes, integriertes LED-Licht – auch ideal für die Nachsuche von Wild. Hier wird die Kamera auf einem Youtube-Kanal genau vorgestellt:

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Flir Scout TK

wärmebildkamera jagd flir scout

Die Flir Scout TK ist das hochpreisigste Modell unter den eher günstigen Modellen. Mit diesem Modell findet auch der Übergang von Gadget zu wirklich gutem Wärmebildkamera-Jagd-Level statt. Denn für knapp 620 Euro kann sich die Flir Scout TK wirklich sehen lassen. Die anderen Modelle im Programm von Flir sind im Vergleich zu der Scout TK viel teurer, das Modell bietet jedoch sehr viel für diesen Preis.

Ein Käufer berichtet, dass er eine Sau bei sehr schlechtem Licht gut ansprechen konnte und das Gerät bei der Nachsuche sehr gut funktioniert. Zudem konnte er erfolgreich Rehwild auf eine Entfernung von über 100 Metern ausmachen (90 Meter ist die offizielle Angabe des Herstellers) . Mit einem Gewicht von 170 Gramm ist die Wärmebildkamera Jagd einfach mitzuführen und hat ein widerstandsfähiges Gehäuse. Einzig die nicht vorhandene Möglichkeit einen Ersatzakku zu verwenden gefiel einigen Käufern nicht. Ansonsten ein klasse Gerät für wenig Geld, welches man gebraucht um ca. 400 Euro finden kann, wenn man Glück hat.

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Hier die wichtigsten technischen Daten zur Kamera:

• Auflösung: 160 × 120 VOx-Mikrobolometer
• Sichtfeld: 20 Grad x 16 Grad
• Display: 640 x 480 Pixel / LCD-Qualität
• Fotos und Videos aufzeichenba
• Abmessungen: 10,16 x 3,81 x 3,81 cm (L × B × H)
• Gewicht: 170 Gramm
• Akkulaufzeit: bis zu fünf Stunden


Wärmebildkamera Jagd: Mittleres Preissegment

Pulsar Quantum HD50S

 

wärmebildkamera jagd Quantum HD50S

Die Pulsar Quantum HD50S ist eine Jagd-Wärmebildkamera der Mittelklasse und kostet derzeit ca. 750 Euro. Dieses Gerät kann auch bei sehr schlechten Wetter- und Witterungsbedingungen eingesetzt werden und selbst z.B. Tiere hinter dicken Büschen werden zuverlässig angezeigt. Ideal für die Jagd bei Nacht oder Beobachtungs- und Aufklärungsläufen. Die Beobachtungsdistanz liegt bei stolzen 1250 Metern, weitere technische Merkmale finden Sie hier.

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Wärmebildkamera Jagd: Höheres Preissegment

Flir Scout II 320

wärmebildkamera jagd flir

Mit der Flir Scout II 320 bewegen wir uns schon im professionellen Wärmebildkamera-Bereich. Das Ansprechen egal bei welcher Art von Wild ist auf bis zu 550 Meter mit diesem Gerät gewährleistet. Der integrierte Bildschirm hat eine Auflösung von 640×480 und das Gerät verfügt sogar über einen Videoausgang mit dem die Bilder direkt auf einen Bildschirm übertragen werden können. Das Flir wiegt vergleichsweise schlanke 340 Gramm und kostet derzeit ca. 2990 Euro. Hier noch einmal die wichtigsten Details zum Gerät:

  • Zweifach digitaler ZoomDigitaler Zoom 2x
  • Auflösung von 320×240 Pixeln
  • 550 Meter Reichweite
  • 640×480 Display
  • Durchmesser Linse: 19 mm
  • Sehfeld: 24° (H) x 18° (V)
  • Akku ist integriert
  • Abmessungen: 172x59x62 mm (LxBxH)
  • Gewicht: 340g
  • Integrierter Videoausgang

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Für die Jagd bestimmte Wärmebildkameras

Das wirklich besondere an Wärmebildkameras ist dass sie im Gegensatz zu den üblichen Restlichtverstärkern (auch Nachtsichtgerät genannt) sowohl am Tag als auch bei Nacht in absoluter Dunkelheit Anwendung finden. Je nach Modell, Hersteller und Ausführung werden die Temperaturunterschiede zwischen Objekt und Umgebung entsprechend in schwarz-weiß oder Farbunterschieden angezeigt.

Beim Farbmodus kann der Nutzer die Temperaturunterschiede besser ablesen, dafür strahlt der Bildschirm nicht so hell und auffällig beim schwarz-weiß-Modus. Einen Nachteil haben Wärmebildkameras jedoch – sie können nicht durch Wände oder feste Gegenstände „blicken“. Deshalb ist es bei der Nachsuche für Jäger manchmal ein wenig problematisch, da das Wild zum Beispiel durch einen Busch oder Gras verdeckt sein könnte.

Die derzeit billigsten und einfachsten Wärmebildgeräte beginnen bei ca. 250 Euro und sind beispielsweise als Adapter auf ein Smartphone aufsteckbar. Die wirklich guten und professionellen Geräte liegen bei ca. 600 bis 2500 Euro. Diese Geräte funktionieren auf Distanzen bis ca. 200 Meter sehr gut.

Je weiter die Genauigkeit sein soll, desto höher wird auch der Preis. Modelle die eine Distanz von bis zu 450 bis 500 Meter gut abdecken können legt man gut und gerne schon mal 5.000 bis 10.000 Euro auf den Ladentisch.

Die meisten Jäger werden mit einem Standardmodell aber bestens auskommen und können sich das Geld für eine neue Büchse oder andere Ausrüstung sparen. Die gängigsten Hersteller für Jagd-Wärmebildkameras sind Flir, Pulsar, SeekThermal und Armasight.

Die Flir-Modelle bieten ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis und werden von vielen Jägern sehr geschätzt. Als kleines Manko kann man jedoch die Bildqualität nennen, da diese Modelle mit einer Auflösung von maximal 10 Herz arbeiten. Die Firmen Pulsar und Armasight kommen auf bis zu 30 Herz, was wenicker Flackern und höhere Bildqualität bedeutet.

Die neueren Modelle die man direkt auf ein Handy aufstecken kann sind eine günstige und gute Einstiegsmöglichkeit. Jedoch kann es sein, dass durch das Bildschirmlicht die Tiere verschreckt werden oder man sich sichtbar macht für andere Menschen. Wer das nicht möchte ist mit einem Modell mit integiertem Okular besser aufgehoben.

Für Jäger wäre das Non-Plus-Ultra wenn die Wärmebildkamera direkt im Zielfernrohr integriert wäre. Doch der Gesetzgeber hat hier leider den Riegel vorgeschoben und erlaubt solche Geräte nicht. Vielleicht weil dann die Jagd zu einfach wäre?

Hier noch einmal die Vorteile der Wärmebildtechnologie in Kurzform:

  • Schnelle und genaue Lokalisierung von Menschen und Tieren jeder Größe
  • Es sind auch Tiere und Menschen auf dem Wärmebild erkennbar die manchmal für die Augen nicht sichtbar sind
  • Einsatz bei jedem Wetter und Witterung möglich
  • Einsatz tagsüber und nachtsüber möglich
  • Der Wärmebildkamera-Nutzer bleibt absolut unsichtbar für die Beobachteten
  • Kann für viele Zwecke eingesetzt werden, z.B. Jagd, Gebäude-Thermie-Check, Elektronik, Nachsuche, Vermisstensuche, etc.)

Hintergrundwissen zu Jagd-Wärmebildkameras

Wie funktioniert eine Wärmebildkamera?

Eine Wärmebildkamera Jagd wird sehr gerne bei der nächtlichen Jagd im Dunkeln eingesetzt und funktioniert, indem sie die Wärmeabstrahlung von Lebewesen (Mensch/Tier) oder Objekten in die digitale Bildform übersetzt. Diese durch Temperatur getriggerten Bilder werden Thermografie genannt. Quasi eine Art Fieberthermometer jedoch ohne direkten Kontakt. Die auf dem Wärmekamera-Display angezeigten Farben stellen dabei die Temperatur-Levels dar: blau und lila stehen für Kälte, rote Farbtöne für Hitze. Diese Temperaturunterschiede werden per Infarot ermittelt und aufgenommen.

Je besser die Temperaturunterschiede zwischen Objekt und Hintergrund sind, desto besser kann das Objekt abgebildet werden. Ein Reh in einer kalten Winternacht lässt sich beispielsweise sehr gut anzeigen. Bis vor einigen Jahren waren der größte Konkurrent der Wärmebildkameras die sogenannten Restlichtverstärker, auch Nachtsichtgeräte genannt. Mittlerweile ist die Technik der Jagd-Wärmebildkameras jedoch viel weiter ausgereift. Die Modelle sind günstiger, zeigen Objekte in weiteren Entfernungen an und die Bildschärfe ist auch viel höher. Die eine Wärmebildkamera hat folgende Vorteile:

  • Selbst von z.B. Zweigen oder Büschen verdecktes Wild kann lokalisiert werden
  • Einsetzbarkeit bei jeder Art von Witterung wie Regen, Schnee, etc.
  • Auch kleine Tiere sind sehr gut erkennbar
  • Sowohl am Tag als auch nachts einsetzbar
  • Vielfältige Einsatzarten, nicht nur bei der Jagd, sondern z.B. auch um die Wärmeökonomie eines Hauses zu überprüfen

Hier finden Sie ein Erklärungsvideo zum Thema Wärmebildkamera von Herrn Professor Denninger:

Geschichte der Wärmebildkameras

Wie das Internet so wurde auch die erste Wärmebildkamera hauptsächlich vom Militär genutzt und weiterentwickelt. Zuerst kam die Technologie im Korea-Krieg zum Gebrauch, später fand die sie immer mehr zivile Anwendungen und Einsatzgebiete. Je billiger die Technik wurde, desto interessanter wurde sie für z.B. Automobilfirmen wie Mercedes oder BMW. Diese setzten die Technologie inzwischen im Rahmen ihrer Nachtsichtfunktion mit ein und ergänzen die Scheinwerfer. Zudem finden die Geräte in der Baubranche viele Einsatzmöglichkeiten, zum Beispiel um zu schauen ob die Fenster oder das Dach eines Hauses gut abgedichtet sind.

Doch das interessanteste an der Technologie ist es Menschen oder Tiere in der Dunkelheit erkennen zu können. Davon profitieren Soldaten, Feuerwehrmänner, Katastrophenhelfer, aber auch ganz klar Jäger.

Die Zunkunft der Wärmebildkamera Jagd: Drohnen mit Wärmebildkamera

wärmebildkamera jagd drohne yuneec

Ich wollte meinen Augen nicht trauen als ich die Yuneec Q500 G Typhoon+ Drohne auf Amazon durch Zufall gefunden habe. Diese Drohne ist mit einer Flir Vue Wärmebildkamera Jagd ausgestattet und ermöglicht es aus der Luft Wärmebilder (live) zu liefern. Personen und Wild lassen sich mit der Drohne auf bis zu 150 Meter zuverlässig unterscheiden.

Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis die Drohnentechnologie Einzug in den Bereich Jagd gefunden hat. Inwiefern diese Technologie für Jäger wirklich Sinn macht, wird sich zeigen – ein super interessantes Gadget ist es jedoch – Einsatzsinn hin oder her – in jedem Fall. Es bleibt spannend. Das Gerät kann insgesamt maximal 25 Minuten in der Luft bleiben und liefert die Live-Wärmekamerabilder direkt auf das mitgelieferte Steuerungsdisplay.

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