nachtsichtgeraet jagd zeiss victoryEgal ob Sie nachts im Wald jagen oder in der Wildnis campen – mit einem Nachtsichtgerät Jagd können Sie Ihre Umgebung im dunkeln besser sehen. Ein Nachtsichtgerät erhellt das wenige Umgebungslicht so stark (teils unter Zuhilfenahme von Infarotlicht), dass Sie in tiefster Dunkelheit sehen können. Zuerst wurde die Technologie nur im militärischen Bereich eingesetzt, durch die technologische Weiterentwicklung sind die Geräte heutzutage jedoch auch für Privatanwender interessant und vor allem erschwinglich. In diesem Artikel stellen wir Ihnen eine Auswahl der besten Geräte vor und liefern Ihnen Hintergrundinformationen zum Thema Nachtsichtgeräte. Ich stelle zuerst die günstigeren guten Modelle vor und arbeite mich zu den teueren im Artikel dann langsam vor. Viel Spass!

Floureon Bestguarder 350

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Das Floureon Bestguarder 350 Nachtsichtgerät Jagd liegt hoch im Kurs bei seinen Kunden – für einen Preis von knapp 115 Euro liefert es viele Qualitäten, die sonst nur teurere Modelle erfüllen können. Mit der korrekten Fokussierung liefert das Gerät wirklich scharfe Bilder – die Aufnahme von Videos ist auch möglich wenn man eine Speicherkarte in das Gerät einlegt. Die vom Hersteller angegeben 350 Meter Reichweite sind nach Test absolut akkurat. Nur im dunkeln, dem eigentlichen Verwendungsumfeld des Gerätes ist die Bedienung ein wenig schwer und könnte einen Ticken intuitiver sein. Zudem fehlt die Möglichkeit ein Ladekabel anzuschließen und die Batterien halten im Schnitt maximal vier Stunden – was je nach Anwendung und Einsatzart jedoch ausreichen könnte. In Summe für den Preis ein super Gerät mit folgenden technischen Details:

  • bis zu 350 Meter Reichweite
  • 1/5″ CMOS-Sensor
  • Multifunktion:mit Aufnahmefunktion für Foto- und Filmaufnahmen
  • 6-fache Vergrößerung
  • 5x digitaler Zoom
  • Abmessungen: 200x 80 x 140 mm
  • Gewicht: 600g
  • Austrittspupille: 20 mm

Yukon Night Vision 5×60

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Das Yukon Night Vision 5×60 bietet eine fünffache Vergrößerung und ist ein sogenanntes monokulares Modell, was bedeutet dass man nur mit einem Auge durchblicken kann. Geräte bei denen man mit beiden Augen durchblicken kann sind dementsprechend teurer (sog. binokulare Nachtsichtgeräte). Wenn man jedoch nicht vorhat stundenlang durch das Gerät zu blicken, dann ist ein monokulares Gerät auch ausreichend, speziell als Nachtsichtgerät Jagd. Das Gerät wiegt 650 Gramm und kann auch mit einem Stativ verwendet werden. Das Yukon kann relativ einfach scharf gestellt werden und hat einen integrierten Infarotstrahler, der sich für besonders dunkle Umgebungen eignet – mit diesem lässt sich eine Reichweite von knapp 300 Metern erzielen. Nicht nur Tiere und Menschen, sondern sogar Pflanzen lassen sich mit diesem Gerät in der Nacht erkennen, da auch diese Wärme abstrahlen und einen Stoffwechsel haben. Bis auf eine Entfernung von ca. 250 Metern liefert das Gerät eine sehr gute Schärfe. In Summe ein gutes Gerät und für den Preis von ca. 215 Euro durchaus zu empfehlen.

 

Yukon Goggles 1×24 (Headmount)

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Jetzt kommen wir zu einem ein wenig teuren Modell (ca. 580 Euro) welches mit einer sogenannten Headmount-Technologie arbeitet – dem Yukon Goggles 1×24. Der erste große Unterschied zu den zuvor hier im Artikel vorgestellten Modellen ist, dass es sich hier um ein binokulares Nachtsichtgerät handelt, man also mit beiden Augen in die Dunkelheit blicken kann. Zudem ist das Gerät durch die mitgelieferte Kopfhalterung ohne den Einsatz seiner Hände zu bedienen, was gerade bei der Jagd oder bei der Durchquerung von unvorteilhaftem Gelände natürlich ein großer Vorteil ist. Das Yukon ist sehr widerstandsfähig und auch Regen, Feuchte oder Schmutz bereiten dem Gerät keine großen Probleme – es ist also sehr guten für den Outdoor-Einsatz geeignet. Auch im reinen Restlichtverstärker-Betrieb liefert das Yukon sehr gute und scharfe Bilder – schaltet man noch den IR-Strahler hinzu, erweitert sich die Sichtweite noch einmal. Auch im Nahbereich liefert das Gerät eine überzeugende Schärfe. Eine Reichweite von ca. 200 Meter kann absolut realistisch erzielt werden. Das Yukon ist kein absolutes Profigerät – hier muss man ein wenig tiefer in die Tasche greifen – wer jedoch nach einer gut verarbeiteten, hochqualitativen Nachtsicht-Brille sucht für einen akzeptablen Preis, der wird mit dem Yukon seine Freude haben. 


Zeiss Victory NV 5,6×62 T

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Als letztes Gerät in dieser Übersicht stelle ich das Zeiss Victory NV vor – hier handelt es sich um ein absolutes Profigerät welches sich ideal für den Jagdeinsatz eignet und höchste Ansprüche erfüllt. Bei einem Preis von knapp 4900 Euro darf der Käufer dann schon einiges erwarten im Vergleich zu günstigeren Modellen. Das Zeiss liefert selbst bei absoluter Dunkelheit absolut scharfe und gute Bilder auf denen sich selbst die kleinsten Details erkennen lassen. Die Helligkeit der Anzeige lässt sich unkompliziert am Gerät einstellen. Einzig der eingebaute Infarot-Scheinwerfer hat eine zu geringe Reichweite – beim reinen Jagdeinsatz ist dieses Manko aber verkraftbar. Das Zeiss ist eines der hochwertigsten Consumer-Jagd-Nachtsichtgeräte und tut sich nicht nur aufgrund seiner Qualität, sondern auch aufgrund seines ordentlichen Preises hervor. Wer ein super-hochwertiges Nachtsichtgerät Jagd sucht und sich nicht vom hohen Preis abschrecken lässt, der kann sich guten Gewissens dieses Gerät zulegen – einen Fehler macht man damit auf keinen Fall. Jagdbegeisterte mit einem nicht so ganz großen Portmonee sollten sich jedoch möglicherweise nach einem günstigeren Modell wie z.B. dem Yukon umsehen.


Was ist ein Nachtsichtgerät Jagd und wie funktioniert es?

Je dunkler es draußen ist, desto weniger (Formen und Farben) kann das menschliche Auge wahrnehmen. Auch die Beobachtungsdistanz wird kleiner. Um im dunkeln zu jagen kann man leider keine Taschenlampe oder eine andere Art von Leuchte verwenden, da diese die Tiere in nullkommanix verscheuchen würden. Aus diesem Grunde gibt es Nachtsichtgeräte, mit denen sich die Tiere komfortabel und ohne Aufsehen zu erregen beobachten lassen.

Zudem nimmt die Beobachtungsdistanz rapide ab. Das bedeutet, dass ein Jäger in der Dunkelheit auf Hilfsmittel angewiesen. Die Verwendung von Lichtquellen wie Taschenlampe oder Scheinwerfer ist für die Jagd nicht sinnvoll, da sie das Wild nur verschrecken würde, was natürlich das Ziel verfehlt. Daher macht es natürlich Sinn durch passive Maßnahmen die Sehfähigkeit des Jägers in der Dunkelheit zu verbessern. Nachtsichtgeräte Jagd sind technische Apparate mit denen man in der Dunkelheit sehen kann. Dies wird erreicht durch Restlichtverstärkung des vorhandenen Lichts oder mit Hilfe eines Bildwandlers welcher für Menschen nicht sichtbare Infarotstrahlen interpretiert. Offiziell zählen auch Wärmebildkameras zu der Gattung der Nachtsichtgeräte, da diese von den Objekten (Tiere oder Menschen) abgegebene Wärme in Licht umwandeln. Hier behandeln wir aber nur die Gattung Nachtsichtgerät Jagd und somit Restlichtverstärker bzw. Bildwandler.

Die ersten Nachtsichtgeräte kamen kurz vor dem 2. Weltkrieg um 1940 auf den Markt und wurden von der deutschen Firma AEG entwickelt. Es dauerte aber nicht lange, bis die Russen und Amerikaner auch eigene Modelle zur Marktreife brachten. Der Russe Vladimir Zworykin gilt als der Erfinder des ersten Nachtsichtgerätes für die zivile Nutzung. In Deutschland können Nachtsichtgeräte legal eingesetzt werden – allein der Einsatz von Nachtzielgeräten ist streng verboten – hierbei handelt es sich um Nachtsichtgeräte, welche auf ein Gewehr montiert werden. Das ist komisch, aber der Gesetzgeber hat so entschieden.

Funktionsweise

Ein Nachtsichtgerät besteht aus einer Bildwandlerröhre, bei der auf der Eintrittseite Strahlung auf eine sogenannte Fotokathode trifft – diese löst Elektronen aus welche durch Spannung im Vakuum beschleunigt werden. Auf der Gegenseite treffen diese auf einen Leucht-Schirm und erzeugen dort durch Fluoreszenz ein ordentliches Bild. Ganz schön kompliziert, was? Auf diesem Video ist die Funktionsweise eines Nachtsichtgerätes noch einmal besser erklärt:

Maximale Sichtweite

Die maximale Sichtweite eines Nachtsichtgeräts hängt von mehreren Variablen ab:

  • Art und Qualität des Objektivs
  • Qualität der Bildwandlerröhre

Viele der günstigeren Geräte schaffen ledigleich eine Reichweite von knapp fünfzig Metern, wohingegen höherpreisige Geräte (inkl. Einsatz von Teleobjektive & Infarotaufhellern) bis zu knapp fünfhundert Meter schaffen können.


Was eignet sich besser für den Jagdeinsatz – Wärmebildkamera oder Nachtsichtgerät?

Beide Geräte haben ihre jeweiligen Vorteile und ergänzen sich im Zweifelsfall beim Jagdeinsatz gut. Mit einer Wärmebildkamera kann man sich sehr gut einen Überblick über die Wildbewegungen im Revier ermöglichen. Je weiter weg z.B. jedoch die Wildtiere sind, desto schwerer sind diese zu lokalisieren mit einer Wärmebildkamera. Dies stellt den situativen Übergang da, wo ein Nachtsichtgerät mehr leisten kann für den Jäger und besser geeignet ist. Selbst bei größeren Distanzen ist ein unproblematisch damit Wild zu lokalisieren und anzusprechen. Hier ist ein Video zu den Vor- und Nachteilen der beiden Geräte (auf Englisch):

 

Tiere die tagsüber im Gelände nur schwer zu sehen sind, weil sie sich gut in diese Einfügen, sind auch mit einem Nachtsichtgerät nur relativ schwer zu erkennen. Bei einer Wärmebildkamera spielt dies keine Rolle, da es nur die die abgestrahlte Körpertemperatur des Tieres geht. Ein Nachtsichtgerät Jagd auf der anderen Seite kann durch Glas durchsehen, wohingegen eine Wärmebildkamera Objekte hinter Glas nicht entdecken kann.

Was bedeuten die Nachtsicht-Generationen?

Die Generations-Angabe beschreibt die Qualität und Leistungsfähigkeit eines Nachtsichtgerät Jagd. Derzeit geht es maximal hoch bis Generation 4, die Mehrzahl der Generationen 3 bis 4 sind jedoch militärischem Einsatz vorbehalten und für den Otto-Normal-Jäger und Verbraucher nicht zu erwerben. Innerhalb der einzelnen Generationen gibt es zudem noch einmal große Unterschiede was die Leistungsfähigkeit eines Gerätes betrifft. Hier ist eine Kurzbeschreibung der verschiedenen Generationen:

Generation 1 

  • Lebensdauer maximal 1000 bis 2000 Stunden
  • funktioniert mit Bildwandlerröhren nach dem Inventerprinzip
  • 1000- bis 8000fache Restlichtverstärkung

Generation 2

  • Lebensdauer maximal 10.000 bis 15.000 Stunden
  • zusätzlicher Einsatz einer Mikrokanalplatte (zwischen Fotokathode & Bildschirm)
  • bis zu 20.000-fache Restlichtverstärkung

Generation 3

  • Lebensdauer ca. 15.000 Stunden
  • zusätzlicher Einsatz von Galliumarsenid
  • bis zu 50.000-fache Restlichtverstärkung

Generation 4

  • derzeit nur für den militärischen Einsatz zugelassen
  • Einsatz von digitalen Signal-Prozessoren

Was gilt es beim Nachtsichtgerät-Kauf zu beachten?

Grundsätzlich gilt dass sich die Investition in Qualität auszahlt. Wer lange Freude an einem Gerät haben möchte, der ist gut beraten ein wenig mehr auszugeben oder ein höherpreisiges Gerät gebraucht zu kaufen. Weiters gibt es viele unbekannte Hersteller auf dem Nachtsichtgeräte-Markt, die ihre Waren zu teils überteuerten Preisen anbieten. Deshalb lohnt es sich nur Modelle der führenden Marken wie Ricoh, Laserluchs, Bering Opicts, Nightlux , Zeiss, Night Tronic oder Armasight zu kaufen. Je höher die Generation, desto besser ist im Normalfall auch die Restlichtverstärkung. Falls Du en Nachtsichtgerät Jagd gebraucht kaufst, dann musst Du dringend auf die ungefähre Betriebsdauer achten, denn normalerweise ist die Lebenszeit eines solchen Gerätes auf wenige tausend Stunden beschränkt. Je besser und teurer das Nachtsichtgerät, desto größer die mögliche Beobachtungsentfernung und je besser die Bildqualität. Die am weitesten entwickelten Geräte sind die der Generation 4, jedoch können diese nur vom Militär eingesetzt werden. Selbst die Generation 3 ist nur schwer frei zu erwerben. Für den Jäger oder Privatanwender stellt somit ein Nachtsichtgerät der Generation 2 und 2+ eine sehr gute Variante dar. Begibt man sich in die Gefilde der Generation 1, dann nimmt das Qualitätslevel und die Lebensdauer des Gerätes deutlich ab.

 

Wozu braucht man einen Infarot-Aufheller?

Ein Nachtsichtgerät kann sehr gut ergänzt werden durch den Einsatz eines Infarotaufhellers.  Dieser macht das unsichtbare Infarot-Licht sichtbar und verstärkt dieses noch. Infarotaufheller ermöglichen es Reichweiten von hunderten von Metern zu erzielen. In den meisten modernen Geräten ist der Aufheller bereits eingebaut.